BOTANICAL ART II
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Auf dieser Seite sind meine Aquarelle von wild wachsenden, gefährdeten Orchideen und anderen geschützten (bzw. erhaltenswerten) Pflanzen zu sehen. Außerdem die Porträts von Fritillarien. Weitere florale Motive fin­dest du auf der Seite BOTANICAL ART I. Meine Bilder sind im Wesentlichen chronologisch nach dem Entstehungsdatum sortiert.

On this page you can see my watercolor paintings of wild growing, endangered orchids and other protected plants (or just plants that should be conserved). Apart from this, portraits of fritillaria. You can find more floral subject on the page BOTANICAL ART I. My pictures are essentially sorted by date of origin.

Wildpflanzen / Wild growing plants

Wildtulpen / Wild tulips

Tulipa sylvestris

Aquarell / Watercolour, 2020, ca. 50 cm x 35 cm

Immer im Frühjahr wachsen hunderte von gelben Wildtulpen an einem Hang hinter Wilhermsdorf; manche haben sechs, manche acht Blütenblätter. Der Untergrund besteht aus einem Durcheinander von verwelkten Halmen, von mir eigenwillig interpretiert.

In spring hundreds of yellow wild tulips appear on a slope near Wilhermsdorf, some have six, others eight petals. The surface is a tangle of dried leaves and stalks, in my own interpretation.


Leberblümchen / Liverwort

Hepatica nobilis (Corona series vol. 3)

Aquarell / Watercolour, 2020, ca. 25 cm x 38 cm

Wenn Ende Februar, Anfang März die Leberblümchen zum Vorschein kommen, färbt sich der Boden im Wäldchen hinter Buttendorf blau. Das Leberblümchen wächst natürlich nicht nur dort, es ist noch relativ häufig anzutreffen, aber durch Baumfällungen und die zum Abtransport der Stämme nötigen Fahrzeuge werden leicht Biotope zerstört. Bei der Behaarung der Stengel und der Farbe der Blätter ist der Realismus wieder mal meiner eigenwilligen Interpretation gewichen.

When, at the end of February or beginning of March, the hepatica flowers appear the ground in the woods near Buttendorf turns blue. This is, of course, not the only spot where liverwort grows, it is still relatively common. But wood chopping and the heavy vehicles necessary for moving the trunks easily lead to the destruction of habitats. The hairs on the stalks and the colour of the leaves are not really realistic, but rather the result of subjective interpretation.

The "Corona Series" had to be abandoned because I ran out of masking fluid, the shops were closed, and the mailorder for artist's materials was slow in delivering orders; it may be continued...


Märzenbecher / Spring snowflake

Leucojum vernum (Corona series vol. 2)

Aquarell / Watercolour, 2020, ca. 25 cm x 38 cm

In der Nähe der "Steinernen Rinne" in der Nähe von Weißenburg findet sich ein Wäldchen mit einem beeindruckenden Vorkommen von Märzenbechern. Wenn man nicht auf Menschenmassen treffen will, sollte man die Stelle allerdings nicht unbedingt am Wochenende besuchen.
Ein charakteristisches Merkmal dieser Pflanzenart ist die „Blattscheide“. Diese besteht aus zwei miteinander verwachsenen Hochblättern und überragt den Stengel - in der Rückansicht gut zu sehen. Auch die sechs Staubbeutel und der keulenartige Griffel konnten mit Hilfe einer Astgabel auf den zugrunde liegenden Fotos festgehalten werden.

 

In the woods near Weißenburg there is a spot where lots of spring snowflakes grow. You should, however, not visit the place on weekends  or you might encounter more people than flowers.

The parted leaves which are characteristic of this plant can be seen in the rear view, the six anthers and the stylus were photographed with the help of a branch.


Puschkinia

Puschkinia scilloides (Corona series vol. 1)

Aquarell / Watercolour, 2020, ca. 25 cm x 38 cm

Puschkinia ist eine Gattung von drei bekannten Arten von Knollenstauden aus der Familie der Asparagaceae, der Unterfamilie der Scilloideae. Sie ist im Kaukasus und im Nahen Osten beheimatet. Da sie aber in diesem Fall bei Buttendorf neben den Hepatica zu finden ist, handelt es sich wohl um einen Gartenflüchtling. Inmitten der blauen Leberblümchen sticht das Weiß mit den blau/türkisen Streifen hervor.

Die "Corona Serie" heißt so, weil sie im März während des Lockdowns entstanden ist. Der Hintergrund, der einer verblichenen, abblätternden Tapete nachempfunden ist, wurde mit Hilfe von Küchenpapier erzeugt und schien zur aktuellen Lage zu passen.

Puschkinia is actually a plant from Caucasia or the Lebanon. But these specimens happily thrived amidst the hepatica near Buttendorf, so I guess they escaped from a garden. The white flowers with the blue/turquoise stripes beautifully fit in there.

The name "Corona Series" was chosen because the portraits were painted in March during the lockdown. The background reflects a faded, spotty tapestry, was created with the help of paper towels, and seems to be suited to the situation.

 


Orchideen / Orchids

Helm-Knabenkraut / Military Orchid

Orchis militaris

Aquarell / Watercolour, 2019, ca. 30 cm x 45 cm (Verkauft / Sold)

Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, wie der Name entstanden ist: ein Männchen mit zwei Armen scheint unter einem helmartigen Dach hervorzuschauen. Die Pflanze bevorzugt sonnige Lagen und kalkhaltige Magerrasen, sie kann relativ groß werden. Am Amstling bei Tiefenhöchstadt wuchs dieses Exemplar zwischen Akelei, Esparsetten und Glockenblumen. Angeblich riecht die Blüte nach Katzenharn, das muss ich aber erst noch verifizieren!

It is not hard to understand how the name came about: a little man with two arms seems to appear below a helmet-like roof. The plant prefers sunny locations and nutrient-poor grassland with chalky soil. This specimen grew on a hill near Tiefenhöchstadt (called Amstling) between columbines, esparcets, and bellflowers. The flower is said to smell like a cat's toilet, I still have to verify that!

Frauenschuh – Cypripedium calceolus / © Eva Köhler

Frauenschuh I / Ladyslipper Orchid

Cypripedium calceolus

Aquarell / Watercolour, 2020, ca. 30 cm x 45 cm

Ein neuer Aufbruch im Frühling 2020 zum Orchideenweg bei Lichtenegg. Unbeeindruckt von der Pandemie war der Frauenschuh in voller Blüte, aber man konnte auch noch Pflanzen in Knospe finden. Leider waren auch dieses Mal wieder  Heerscharen von Spaziergängern unterwegs, nicht alle hatten sich den Horsten mit gebührender Vorsicht genähert, so dass viele Pflanzen zertreten waren. Man muss sich leider fragen, ob die Jagd nach guten Fotos (gerade Macros mit Stativ) wirklich die Zerstörung der Biotope rechtfertigt.

Another excursion in spring 2020 to the »orchid path« at Lichtenegg. Taking no notice of the pandemia the ladyslipper orchids were in full bloom, but some plants still had buds. Unfortunately a lot of people seemd to have had the same idea and not everybody had been cautious when approaching the bunches of flowers so that a considerable amount of plants had been trampled down. The question arises if the hunt for good fotos (espacially macros) really justifies the damage done to such habitats.

Frauenschuh – Cypripedium calceolus / © Eva Köhler

Frauenschuh / Ladyslipper Orchid

Cypripedium calceolus

Aquarell / Watercolour, 2018, ca. 30 cm x 45 cm (Verkauft / Sold)

Im Frühjahr beginnt die Völkerwanderung zum Orchideenweg bei Lichtenegg. Dies ist nicht verwunderlich, denn dort kann man neben Horsten von Frauenschuh auch viele andere Orchideen­arten finden. Wer sich für »Die Orchideen der Fränkischen Schweiz« interessiert, sei auf das gleichnamige Buch von Adolf Riechelmann verwiesen. Und wer mehr über den Aufbau der Orchideenblüte wissen will, sollte unbedingt die Zeichnungen von Franz Bauer, einem der besten botanischen Künstler, an­se­hen.

In spring people begin to flock to the »orchid path« at Lichtenegg. This is no wonder as you can not only find bunches of ladyslippers, but also many other orchid species. If you are interested in the orchids of Franconia you can find lots of information in Adolf Riechelmann's book »Die Orchideen der fränkischen Schweiz«. And if you would like to know more about  the structure of the flowers you should study the drawings of Franz Bauer, one of the best botanical artists ever.

Frauenschuh – Cypripedium calceolus / © Eva Köhler

Bocks-Riemenzunge / Lizard Orchid

Himantoglossum hircinum

Aquarell / Watercolour, 2018, ca. 50 cm x 35 cm (Verkauft / Sold)

Bei Nacht und Regen – und trotzdem vom Mond beleuchtet – streckt die Riemenzunge ihre Fangarme aus. Dieses Exemplar wurde im Naturschutzgebiet bei Thüngersheim gesichtet.

On a rainy night – yet illuminated by the light of the moon – the lizard orchid spreads its tentacles. This specimen was sighted in a nature reserve near Thüngersheim.


Diptam / Dittany

Dictamnus albus

Aquarell / Watercolour, 2019, ca. 50 cm x 35 cm

Keine Orchidee, aber trotzdem selten. Wird auch "Brennender Busch" genannt, da sich das ätherische Öl, das in den Blüten enthalten ist, entzünden kann. Auch dieses Exemplar wuchs im Naturschutzgebiet bei Thüngersheim wie die.Riemenzunge.

Not an orchid, but rare all the same. Also called "Burning Bush" because the blossoms contain an oil that may incend in heat. This specimen grew in the same nature reserve near Thüngersheim as the lizard orchid.


Purpur-Knabenkraut / Lady Orchid

Orchis purpurea

Aquarell / Watercolour, 2018, ca. 30 cm x 45 cm

Die Blüten sehen aus, als ob kleine Gestalten in gesprenkelten Nachtgewändern am Stamm hängen würden. Das hat auch in früheren Zeiten schon Künstler dazu verleitet, von naturgetreuer Darstellung abzuweichen. Im »Gottorfer Codex« sind z. B. Orchideenportraits zu finden, in denen Simon Holtzbecker die Ähnlichkeit der Blüten mit Vögeln, Männchen oder Insekten herausarbeitet. Die Originalpflanze wurde am Hetzles fotografiert. Leider nimmt dort immer mehr der Bärlauch überhand und drängt die sowieso schon gefährdeten Orchideen weiter zurück.

The flowers resemble little figures in spotted nightgowns, which already incited artists in past times to stray from the path of faithful depiction. In the »Gottorfer Codex« Simon Holtzbecker e.g. caricatured orchids to exaggerate their resemblance to small birds, men, and insects. The original plant was photographed at Hetzles, where wood garlic is slowly taking over and pushing back the already endangered orchids.


Fritillarien / Fritillaries

Fritillaria I / Fritillary I

Fritillaria michailovsky

Aquarell / Watercolour, 2017, ca. 30 cm x 45 cm

Ursprünglich in Südeuropa und Asien beheimatet. Wird als Arz­nei­pflanze angebaut und ist wild eher seltener anzutreffen. Be­kannte Vertreter des Genus Fritillaria sind die Schachbrettblume oder die Kaiserkrone. Insgesamt gibt es an die 100 Arten, viele davon sind auf dem Balkan oder in Vorderasien heimisch. Diese Art wurde 1904 auf einer Türkei-Expedition von Michailovski entdeckt und ist heute in vielen Gartencentern im Sortiment. Leider mögen auch Wühlmäuse die Pflanzen, so dass ihnen kein langes Leben beschieden war. Weitergehende Informationen über diese Gattung findest du im Buch »The Gardener's Guide to Growing Fritillaries« von Kevin Pratt und Michael Jefferson-Brown.

Well-known members of the genus fritillary are the snakeshead fritillary or the crown imperial. Altogether there are around 100 species, many of them are at home on the Balkan or in Asia Minor. This species was discovered by Michailovsky in 1904 on an expedition to Turkey and is available today in most garden centers. Unfortunately root voles are fond of these plants, too, so that they did not live long. Recommended reading for people interested in this genus is the book »The Gardener's Guide to Growing Fritillaries« by Kevin Pratt and Michael Jefferson-Brown.


Fritillaria II / Fritillary II

Fritillaria persica 'Adiyaman'

Aquarell / Watercolour, 2017, ca. 35 cm x 50 cm

Ausstellung / Exhibition: SBA »Changing Seasons«, London Autumn 2017

Wächst wild zwischen Felsen und Gehölz bis zu 2100 m Höhe in Zypern, der Türkei, im Iran und in Syrien. Im fränkischen Garten will die Pflanze aber einfach nicht blühen, obwohl in jedem Frühjahr wieder die verwirbelten Blätter erscheinen. Die pflaumenblauen Blüten haben einen grau-weißen Schleier, die Blätter sind grün-grau-türkis. Im »Hortus Eystettensis« als Lilium Persicum dargestellt, auch von Redouté schon verewigt.

Grows wild among rocks and scrubs on hillsides up to 2100 m in Cyprus, Turkey, Iran and Syria. Refuses to flower in the Franconian garden, although the swirling leaves do appear every spring. The plum-coloured petals have a greyish-white bloom, the leaves are green-grey-turquoise. Already featured in the "Hortus Eystettensis", also portrayed by Pierre-Joseph Redouté. 


Fritillaria III / Fritillary III

Fritillaria persica 'Ivory Bells'

Aquarell / Watercolour, 2018, ca. 35 cm x 50 cm

Im Frühling 2018 besuchten wir Keukenhof in Holland und fanden zu unserer Begeisterung nicht nur Tulpen in den verschiedensten Formen und Farben vor, sondern auch wunderschöne Fritillarien: Persica und Kaiserkronen, orange und gelb, in den Beeten sowie ausgestellte Pflanzen in der Halle. Einige holländische Gärtnereien scheinen sich auf Fritillarien wie Acmopetala, Elwesii oder diverse Arten von Persica (mit einfallsreichen Namen wie purple favorite, twin tower tribute, minaret, magic bells, graceful dreams) spezialisiert zu haben. 'Ivory Bells' gab es sogar als Zwiebel zu kaufen...

In spring 2018 we visited Keukenhof in the Netherlands and were happy to find not only a dazzling variety of tulips, but also breathtaking fritillaries: persica and crown imperials (rubra and lutea) in the borders outside, as well as plants on display in the greenhouse. A few NL growers seem to specialize in fritillaries such as Acmopetala, Elwesii or various kinds of Persica (with intriguing names like purple favorite, twin tower tribute, minaret, magic bells, graceful dreams). 'Ivory Bells' was even on sale as a bulb...


Fritillaria IV / Fritillary IV

Fritillaria acmopetala

Aquarell / Watercolour, 2018, ca. 50 cm x 35 cm

Ebenfalls in Keukenhof ausgestellt. Wächst eigentlich in Zypern, der Türkei oder Syrien. Könnte sich auch um eine spezielle Züchtung handeln.

Was also exhibited at Keukenhof. Originally grows in Cyprus, Turkey, or Lebanon. Might be a special hybrid.


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